Songtexte


CD - Kinderschrei.de

 

Märchen vom Mädchen
(Bundrein  01.2005)

Ich will euch heute erzählen, was irgendwann geschah.
Da war einmal ein Mädchen etwas scheu und unnahbar.
Sie hatte grosse Träume und Wünsche vielerlei.
Und immer ihren Teddy, ja der war immer dabei.
Sie hatte Angst vor vielem, vor Zorn und Finsternis.
Sie ging nicht gern zur Schule und fand die meisten Leute mies.
Sie mochte nur die Tiere, denn die wollten ihr nichts tun.
Und sie ging oft in den Wald - um ihre Seele auszuruh'n.

Englein kamen angeflogen, wollten sich das Mädchen holen.
Englein kamen zu ihr an, es kam was man sich träumen kann.
Fuhren über Sonnenstrahlen, nie ist sie so weit gefahren.
Über Wolken hoch hinaus, höher als das höchste Haus.
Da vergass sie Zeit und Raum, es war so lustig anzuschau'n.

Doch dann passiert es einmal, dass sie die Zeit vergisst.
Sie ist schon auf dem Weg, als ihren Teddy sie vermisst.
Sie läuft den Weg noch einmal, durch dunklen, tiefen Wald.
Sie ruft nach ihrem Teddy und sie findet ihn auch bald.
Dann läuft sie schnell nach Hause, die Angst kriecht in ihr hoch.
Sie kann doch nicht erzählen, dass ein Engel mit ihr flog
Sie schliesst die Haustür leise, da steht vor ihr ein Mann.
Er ist so gross und stark, dass sie sich nicht wehren kann.

Teufel kamen angeflogen, wollten sich dass Mädchen holen.
Haben ihr was angetan, woran man niemals denken kann.
Kein Engel war zu sehn, der Tot fing an sie anzuweh'n.
Zurück blieb ihr ein grosser Schmerz, er drückte auf ihr kleines Herz.
Ungeweinte Tränen blieben, da wo Sonnenstrahlen trieben?

Zu Hause gab es dann Schläge, weil sie zu spät kam.
Sie schweigt und wundert sich, dass man es gar nicht sehen kann.
Sie geht unter die Dusche, sie duscht lange und sehr kalt.
Sie fühlt sich sehr beschmutz, nicht verstanden und auch alt.
Nachts kann sie nicht schlafen, sie sieht immer diesen Mann.
Denkt wie kann es sein, das sich die Erde drehen kann.
Es muss doch jemand merken, muss doch fühlen - ihre Pein.
Wie ein Stein, verlassen, hilflos und allein.

Teufel kamen zu ihr her, Englein kamen keine mehr.
Träume liessen sich nicht holen, haben ihren  Sinn verloren.
Teddy sitzt nur noch im Schrank, gerissen ist das Freundschaftsband.
Alles Gute ist entzwei, die Schule ist ihr einerlei.
Vegetiert nur noch dahin, das Leben hat doch keinen Sinn?

 
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